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Willkommen beim Regeltalk

Die Racing Rules of Sailing 2021-2024, die neuen Wettfahrtregeln sind erschienen. Was ist neu? Was hat sich geändert? Und warum? In einer virtuellen Talkrunde, ins Leben gerufen vom Landes-Segler-Verband Baden-Württemberg, wurden die neuen Regeln analysiert, diskutiert und den bisherigen gegenübergestellt.

 „Herzlich Willkommen zum Teil eins des Regeltalks zu den neuen Wettfahrtregeln Segeln ab 2021“, begrüßt Fabian Bach die Teilnehmer. Coronakonform sitzt der Wettfahrtleiter mit internationaler Lizenz zuhause in seiner Wohnung vor dem PC, genauso wie seine drei Gäste, allesamt internationale Schiedsrichter. In fünf Folgen sprechen die Regelkundler in wechselnder Besetzung unter der Moderation von Fabian Bach in einem Youtube-Livestream über die wichtigsten Regeländerungen. Änderungen, die in der nächsten Saison nicht nur auf Schiedsrichter, sondern auch auf aktive Regattasegler zukommen werden.

„Die Idee hatte ich im August“, sagt Bach. Damals wurden auf World-Sailing-Ebene mit hochrangigen internationalen Teilnehmern die Regeländerungen virtuell diskutiert. Spannend und interessant sei das gewesen aber auf sehr hohem, akademischem Niveau, fand Bach, und es reifte die Idee, das Format an die Bedürfnisse von Schiedsrichtern und Regattasegler anzupassen, es allgemeinverständlich und auf Deutsch zu präsentieren.
Ein Team von neun Schiedsrichtern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Zusammenarbeit mit den nationalen Ausbildern des Deutschen Segler-Verbandes, plante das Projekt, Bach kümmerte sich um Technik und Moderation. Sie hatten sich für Youtube entschieden, das ohne Zugangsdaten oder Webcam eine niedrige Einstiegshürde garantiert.
Am 3. November war es soweit. Teil eins wurde ab 20 Uhr gestreamt, 180 Interessierte hatten sich eingeklinkt und konnten über den Live-Chat Fragen an die Expertenrunde stellen. Wortbeiträge der Zuschauer waren absichtlich nicht vorgesehen. „Moin aus Hamburg“ war ebenso zu lesen wie „Guten Abend aus Sachsen“ sowie Grüße aus Zürich und vom Bodensee. „In den ersten beiden Folgen wurde noch zurückhaltend gefragt“, schildert Fabian Bach die Entwicklung der virtuellen Gesprächsrunden, später sei die Interaktion lebhafter geworden.
Grundsätzlich, darauf legt Bach Wert, handelt es sich um kein Regelkundeseminar. Grundkenntnisse werden vorausgesetzt, besprochen werden nur die Änderungen der Wettfahrtregeln ab 2021. Es handle sich, so der Wettfahrtleiter und Moderator, mehr um ein „informatives Unterhaltungsformat“, das auch im Anschluss die Gelegenheit bietet, in einem Forum weitere Fragen zu stellen.

Dass sich sowohl die Anzahl als auch die Art des Publikums im Laufe der Folgen veränderte war den jeweiligen Themenschwerpunkten geschuldet. Ging es in Teil eins noch um Grundprinzipien wie Flaggensignale und Ausrüstung, wurde in Teil zwei über Regeländerungen bezüglich der Begegnung von Booten gesprochen. Teil drei schließlich war weniger für durchschnittliche Segler gedacht. Thema war die Durchführung von Regatten, wofür sich nur rund 90 Teilnehmer interessierten. Auch die nachträglichen Klicks – die Folgen sind auf Youtube nach wie vor verfügbar und Teil eins wurde bereits 1 300 Mal aufgerufen – spiegeln diesen Trend.
„Wir hatten überlegt, mit dem Format zu warten, bis die deutsche Übersetzung der Regeln fertig ist“, sagt Bach. Doch dann habe man sich dagegen entschieden. Auch wenn der eingeblendete Text englisch ist, wird auf Deutsch darüber diskutiert, Probleme bereitete es keine.
Eine Arbeitsgruppe von vier Schiedsrichtern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten derzeit an einer deutschen Übersetzung der Regeln, sind teilweise bei den Gesprächsabenden dabei und berichten über die Herausforderungen. Sie nutzen die Gelegenheit, die Übersetzung des gesamten Regelwerks zu überarbeiten und zu verbessern, was über die letzten Jahre, auch aus Zeitgründen, vernachlässigt worden war. Häufig war ein und derselbe Begriff im Englischen unterschiedlich ins Deutsche übersetzt worden, Teilsätze, in der englischen Originalversion schon längst gestrichen, hatten im Deutschen überlebt. Anfang des nächsten Jahres soll die Übersetzung fertig sein und das Regelwerk auf Deutsch erscheinen.
„Wir sind total zufrieden mit der Teilnehmerzahl“, sagt Fabian Bach schon nach der dritten Folge des Regeltalks, man habe mit weitaus weniger Teilnehmern gerechnet. Jetzt wird darüber diskutiert, mit welchen Inhalten sich das Format im nächsten Jahr fortführen lässt, um es nicht einschlafen zu lassen.

Alle Videos sind weiterhin jederzeit abrufbar auf dem YouTube-Kanal des Landes-Segler-Verbandes youtube.com/seglerverbandbw

Eine Fortsetzung erhalten die "Regelatalks" ab Dienstag, 15. Dezember im zweiwöchigem Livestream-Rhytmus: Als "Regattatalk" geht es es um verschiedene Themen des Regattabereiches. Gestreamt wird wieder auf youtube.com/seglerverbandbw

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