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Onlineseminare sind ein voller Erfolg

Das Lehrteam des Bereiches Wettsegeln im Landes-Segler-Verband Baden-Württemberg nutzt die Zeit der Corona-Beschränkungen um sein Ausbildungsangebot zu digitalisieren. Statt in den Räumen des Leistungsstützpunktes in Überlingen finden die Fortbildungsmodule für Schiedsrichter und Wettfahrtleiter bequem am Laptop zuhause statt.

„Alle bisherigen Termine sind ausgebucht und die Akzeptanz steigt“, beobachtet Jürgen Graf, Beisitzer des Fachbereichs Wettsegeln. Im Angebot sind bislang fünf Unterrichtseinheiten für Schiedsrichter und sechs für Wettfahrtleiter, die von einem zusätzlichen Modul zum Thema Wetter profitieren.
Die Erfahrung zeigt: Die kurzen virtuellen Unterrichtseinheiten werden eher angenommen als der Präsenzunterricht, der oftmals mangels Anmeldungen abgesagt werden musste. „Jetzt muss niemand mehr überlegen, ob er an einem Samstagmorgen im Januar um 7 Uhr und womöglich im Schneetreiben von Mannheim nach Überlingen fahren möchte“, erklärt sich Jugendobmann Fabian Bach den Zulauf der virtuellen Aus- und Fortbildungen. Selbst ein Fortbildungsmodul, am 30. Dezember sei ausgebucht. Ins Auto wäre an diesem Tag niemand gesessen.

Zehn Unterrichtseinheiten in vier Jahren müssen für eine Lizenzverlängerung von Schiedsrichtern und Wettfahrtleitern absolviert werden. Das digitale Angebot hat das Potenzial, für zusätzliche Unterrichtseinheiten, über das vorgeschriebene Maß hinaus, zu begeistern.
So groß ist die Nachfrage, dass das Angebot auch nach den Kontaktbeschränkungen beibehalten werden soll, ohne dabei den Präsenzunterricht zu vernachlässigen. „Wir investieren zwar in die Online-Module deutlich mehr Vorbereitungszeit als in den Präsenzunterricht, haben aber auch eine Menge Spaß dabei“, versichert Graf.
Nicht nur die steigende Teilnehmerzahl ist ein Gewinn. Ganz besonders schätzen die Referenten, dass es viel einfacher ist, für spezielle Themen Referenten aus anderen Verbänden wie zum Beispiel der Schweiz oder Hamburg einzubinden. In der virtuellen Welt spielen Distanzen keine Rolle.

Da das Lehrteam auch virtuell keinen Frontalunterricht machen möchte, sondern nach wie vor Wert auf den Austausch mit den Teilnehmern legt, ist jede Unterrichtseinheit auf zehn Teilnehmer begrenzt. Jürgen Graf sagt: „Wir waren anfangs skeptisch, da online weder Workshops noch Rollenspiele möglich sind. Trotzdem gab es rege Diskussionen, noch über die Zeit des Moduls hinaus“.
Um das Angebot weiter zu verbessern, will der Verband zukünftig in einen eigenen Server und eine Software investieren, die Universitäten und Schulen nutzen. Im Gegensatz zu den gängigen Videokonferenz-Tools geht diese auf die speziellen Bedürfnisse der Lehre ein und bietet verschiedene Möglichkeiten den Unterricht kreativ zu gestalten.

Noch bietet außer Baden-Württemberg kein weiterer Landesverband virtuelle Lehrgänge für Schiedsrichter- und Wettfahrtleiter an. Dass deshalb nicht nur Teilnehmer aus Baden-Württemberg, sondern aus den verschiedensten Landesverbänden wie Berlin, Bayern oder Schleswig-Holstein eingeloggt sind, ist eine Bereicherung für die Referenten. Sie profitieren von Abwechslung und frischen Impulsen von außen.
Würden weiter Verbände dem Modell folgen, wäre theoretisch den Wettfahrtleitern und Schiedsrichter die Teilnahme an Seminaren in 16 Landesverbänden möglich. Vorausgesetzt Interessenten haben Lust, alle Verbandsseiten nach entsprechenden Terminen zu durchforsten. Jürgen Graf sagt dazu: Es ist mir unverständlich, dass es bis heute keine zentrale Übersicht über die Angebote der Landesverbände gibt“.

Alle Termine für Seminare und Fortbildungen im Bereich Wettfahrteiter/Schiedsrichter finden Sie in der Terminübersicht...

Das Titelfoto zeigt ein Präsenzseminar Ende 2019 in Überlingen.

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