lsvb logo

Bundesfreiwilligendienst nach Maß

Eigentlich wollte Christoph Winkelhausen das Jahr nach seinem Abitur mit Reisen, Praktika und Jobben verbringen. Doch es kam anders. Seit September 2020 leistet er im Landesleistungszentrum in Friedrichshafen Bundesfreiwilligendienst im Sport. Und ist begeistert.

„Mir gefällt, dass ich an festen Projekten arbeite und dabei trotzdem relativ flexibel bin“, sagt der 19-Jährige. Von anderen BuFDis hört er, dass sie häufig mangels Arbeit nachhause geschickt, oder mit unbeliebten Hilfsarbeiten beschäftigt werden. Doch Zeitabsitzen ist nicht Christophs Ding.
Segeln ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil seines Lebens. Vom Opti über den 29er bis zum 49er FX war er als Mitglied des YC Langenargen zuletzt mit seinem Vorschoter Rickmer Lenk (Württembergischer YC) erfolgreich als Kadersportler aktiv.
Hier im Landesleistungszentrum bekommt er jetzt die Gelegenheit, Können und Erfahrung an die Nachwuchssportler weiterzugeben. Unter Anleitung von Marc Schulz, Trainer des Bundesstützpunkts Nachwuchs/Friedrichshafen, ist er mit eingesetzt im Training für die Jüngsten im Optimist, und auch im Jugendskiff, dem 29er. „Indem ich mir überlege, wie ich die Technik, die ich mir angeeignet bzw. gelernt habe, auch den Kindern und Jugendlichen vermitteln kann, bilde ich mich auch selbst weiter“ sagt er. Den ganzen Winter hindurch, egal ob Schneetreiben oder Sonnenschein, war er beim Wassertraining mit dabei und verliert so das Segeln nicht aus den Augen.
Christoph hat eine weitere Leidenschaft. Er produziert gerne Videos. Abgestimmt auf die Trainingspläne der Kadersportler, jeweils passend zu den vier Altersstufen, nimmt er speziell für das Heimtraining Fitnessvideos auf. Dabei steht er als One-Man-Show hinter und vor der Kamera. Zur Technik der Athletikübungen schreibt er kleine Texte, die zur Unterstützung der Sportler eingeblendet werden. Marc Schulz hilft ihm dabei.
Auch mit Übertragungen live aus dem Fitnessraum, liefert er zwei- dreimal wöchentlich den Jüngeren das Fitnessprogramm frei Haus. Bis zu zehn Aktive loggen sich ein, das Feedback, sagt er, sei durchweg positiv.
Zwischendurch, erzählt der Segler, der sich mit dem Gedanken trägt, Kommunikationswissenschaft und Politik zu studieren, sei er auch ganz dankbar für weniger anspruchsvolle Aufgaben. Dann sortiert er schon mal Dokumente oder erstellt Excel-Tabellen für den Strukturplan des Verbandes.
Dazu kommen die Seminare. Vier davon sind für alle, die den Bundesfreiwilligendienst über einen Zeitraum von zwölf Monaten absolvieren, verpflichtend. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich freiwillig weiterzubilden. Für die Trainer-Lizenz C für Breitensport hat er bereits an der Sportschule in Albstadt den Grundkurs absolviert. Auch ein Seminar, wie man Videofilme schneidet hat er besucht.
Insgesamt findet er, sei es eine richtig gute Mischung. Marc Schulz, Landestrainer Peter Ganzert und Jakob Janich, Koordinator für Nachwuchsförderung, fördern seine Interessen, während er dem Landes-Segler-Verband etwas zurückgeben kann. Eine Win-Win-Situation, wie er sagt.
Wie seine Segelkarriere weitergeht, weiß Christoph im Augenblick noch nicht. Für den 49er ist er zu leicht und für den 470er hat er noch nicht die richtige Partnerin. Doch Christoph setzt sich nicht unter Druck und sieht es positiv. Durch seine Arbeit im Verband bleibt er mit dem Leistungssport verbunden und kann jede Menge Kontakte knüpfen. Bis Ende August, da ist er sicher, hat er seinen Weg gefunden.

Projekte

csm logo gemeinsam gegen doping

Schutz vor Gewalt & Missbrauch

stop hand

 Für Informationen hier klicken...

  • 1
  • 2